Notmops

Bommel ist glücklich

Lucky, ein Mops aus Bayern, galt es zu vermitteln. Sein Herrchen, alleinstehend, konnte sich berufsbedingt leider nicht mehr voll und ganz Lucky widmen und gab ihn wirklic schweren Herzens ab. Er bat die Mopshilfe um Vermittlung.

Am 22. November 2003 begann dann ein Mopsmarathon für Lucky durch halb Deutschland. Morgens in der Frühe fuhren Irene und Manfred mit ihrem Rudi, bei denen wir uns an dieser Stelle nochmals ganz, ganz herzlich für ihren Einsatz bedanken, los, um Lucky zu sich zu holen. Hin- und Rückweg 400 km. Vom Herrchen bekam sie Lucky's persönliche Dinge mit, damit dieser sich an seinem neuen Platz leichter eingewöhnen kann.

Gegen 14 Uhr trudelte dann jemand von der Mopshilfe bei Irene und Manfred ein um Lucky auf die nächste Etappe zu bringen. Selbstverständlich wurde dieser, nach einem herzlichen Hallo, erstmal geknuddelt und gedrückt. Mit den mittlerweile 2 anderen Möpsen, Rudi und Pluto, kam Lucky bestens zurecht. Um 17 Uhr hieß es dann Abschied nehmen. Es lagen die nächsten 300 km nach Mittelhessen vor Lucky. In den wenigen Stunden, in denen Lucky um Irene war, hat sie sich schon so an den Kleinen gewöhnt, daß ihr der Abschied sichtlich schwer fiel.

Abends gegen 20 Uhr war dann die 2. Etappe geschafft. Eine ausgiebige Gassirunde und danach waren alle Beteiligten geschafft. Müde fielen 2 Zwei- und 2 Vierbeiner auf's Sofa. Lucky zeigte hier keinerlei Anzeichen von Trauer. Eher das Gegenteil. Er schmiegte sich nach Mopsmanier ganz fest an einen und genoss es einfach gestreichelt zu werden. Kurze Zeit später hieß es nach dem anstrengenden Tag schlafen gehen. Lucky mußte jedoch vorher noch schnell eine Blume gießen. Nun ja, nach all den Aufregungen des Tages kommt ihm dies verziehen werden.

Neuer Tag, alle sind wieder fit. Zunächst gilt es für Lucky, die allmorgenliche Hunderunde zu überstehen. Eine Stunde Gassigehen mit vielen anderen Hunden. Er hält tapfer mit. Zum Schluss gibt es dafür auch ein leckeres Frühstücksfresschen. Etwa um 10 Uhr geht es dann auf die 3. Etappe. Nochmals rund 200 km bis an den nördlichen Rand des Sauerlands. Lucky wird zu Silke und Ulli gebracht (auch bei den beiden bedanken wir uns für ihren Einsatz, den sie immerwieder für die Mopshilfe leisten), wo auch Lucky's neues Frauchen warten wird. Dort angekommen, kommen auch schon Ulli und Heike, Lucky's neues Frauchen, aus dem Haus.

Natürlich bekommt Heike gleich Lucky's Leine in die Hand gedrückt. Und dieser läuft sofort bereitwillig mit ihr mit. Im Haus von Ulli und Silke werden dann alle Informationen von Lucky's altem Herrchen weitergegeben und seine persönlichen Dinge überreicht. Eigentlich war dies eher nebensächlich, denn jeder konnte es sofort erkennen. Da waren zwei, die haben sich gesucht und gefunden. Heike und Lucky waren vom ersten Augenblick an ein Herz und eine Seele. Eines stellten jedoch alle, die an Lucky's Mopsmarathon beteiligt waren, schnell fest.

Das war die Geburtsstunde von Bommel. Heike hatte sich schon immer einen Mops namens Bommel gewünscht. Und wenn Lucky schon nicht auf Lucky hört, vielleicht reagiert Bommel auf Bommel.
Für den Mopsbringdienst war es nun Zeit für den Rückweg. Natürlich nicht ohne eine letzte Streicheleinheit für Bommel. Der Abschied fiel schwer. Bommel hat einen so lieben Charakter wie es auch sein Gesichtsausdruck zeigt. Er wächst einem sofort ans Herz. Aber es hilft nichts...

Später trat Bommel denn seine 4. und letzte Etappe an. 50 km bis ins neue Heim.

Nach einer schweren Anfangszeit, Bommel war mit Heike in deren erster gemeinsamen Nacht gleich in der Notaufnahme einer Tierklinik, sind beide heute ein unzertrennliches Paar. Beide erfreuen sich aneinander und sind glücklich. Bommel hört auf Bommel, läuft, nachdem er einiges von seinen rund 16 kg abgenommen hat, gerne und viel und fährt aber genauso gerne Auto.

Wir von der Mopshilfe wünschen Bommel und Heike noch eine schöne und lange gemeinsame Zeit miteinander.


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