Notmops

Gismo

Mitte April erreichte uns dieser Hilferuf aus Österreich: Auszüge aus der Orginal Mail

Eine Nachbarin von meiner Schwiegermutter wollte auch einen Mops und hat sich über das Internet bei einem Hundehändler einen gekauft. Ein paar Wochen später zeigte sie uns diesen mit Stolz. (wohlgemerkt sie hat nie mit uns über unser Möpsle gesprochen und sich auch nicht erkundigt) Als wir den Kleinen sahen, wurde uns klar er war noch viel zu jung. Die Zeit verging und plötzlich hat der kleine keine Haare mehr, wir fragten nach und leider hatte er Milben. ((Demotex-Milben) Wir wollten ihr helfen aber sie verneinte. Angefangen hat es ja mit einem kleinen Fleck, da sie aber nicht zum Tierarzt gegangen sind wurde dieser immer größer und der komplette Mops war von Milben belagert. Dann trug er eine Halskrause damit er sich nicht weiter wund kratzte. Eine Weile später fing das Fell wieder zu wachsen an und wir hofften das es auch so bleibt.

Die nächsten paar Monate haben wir den kleinen nicht mehr gesehen, wir haben ihr dazumal angeboten, wenn sie nicht klar kommt ihn zu übernehmen. Meine Schwiegermutter hat mir dann erzählt das sie mit dem kleinen nicht Gassi gehe - nur schnell vor die Türe und wieder rein. Er wäre sehr viel alleine und würde dann auf den Balkon machen. Am Freitag vor einer Woche hat diese Dame mich angerufen und mich gefragt ob ich noch Interesse an ihm habe. Ich dachte mir warum nicht und schaute ihn mir am Abend gleich an.

Es hat mich fast der Schlag getroffen.Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie so einen verwahrlosten Hund und in so traurige Augen geschaut. Verängstigt – nicht stubenrein – bettelt vom Tisch usw. Sie müssen den ganzen Tag arbeiten und hätte keine Zeit mehr für den Hund. Ich konnte nicht anders und habe ihn am Osterwochenende abgeholt. Am Dienstag sind wir gleich zum Tierarzt und der hat folgendes Festgestellt.
Der Dickdarm ist voll vereitert – hat Probleme mit dem Stuhlgang. Der komplette Körper ist voller Milben. Die Haut ist faltig und dunkelgrau.

Ich habe mich sofort mit dieser Frau in Verbindung gesetzt und ihr versprochen, so schnell wie möglich ein neues Zuhause für den kleine Gismo zu finden.
Die Suche nach einem neuen Zuhause gestaltete sich allerdings schwieriger als erwartet. Die meisten Leute wollten nicht so einen Mops, NEIN, der sieht ja schrecklich aus. Gott sei Dank konnte Gismo erstmal da bleiben wo er jetzt war und wurde gut versorgt.

Ich bekam dann eine E-Mail eines sehr lieben Pärchens aus Halle, die Gismo ohne wenn und aber ein Zuhause geben wollten. Die Familie aus Österreich, die Gismo bei sich hatte, schlug vor, sich auf der Strecke nach Halle zu treffen und schnell wurde Ort und Zeit ausgemacht und es konnte für Gismo die Reise in eine neue Zukunft beginnen.

Die neuen Eltern haben Gismo sofort in ihr Herz geschlossen und tun alles für seine Gesundung. Medikamente habe ich am nächsten Tag zugeschickt, damit er gleich weiterbehandelt werden konnte. Es folgten einige Telefonate und Mails in denen mir immer wieder berichtet wurde, wie glücklich sie mit Gismo sind und wie gut es ihm mittlerweile wieder geht.

Wir möchten uns ganz herzlich bei Familie van Beurden bedanken, die Gismo geholfen hat und ihn sogar noch auf seiner Reise begleitet haben.

Und das alles auf ihre Kosten, auch das ist nicht selbstverständlich.

Sabine Peppersack [21.10.06]


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