Notmops

Mandy

Mandy’s Geschichte

Der Januar 2006 begann dramatisch für uns: unsere Mopshündin Xylofina, genannt Fine, starb im Alter von nur 1 ½ Jahren an einer unheilbaren Krankheit. Fine war der Hund von meiner Tochter Janine, aber wir waren alle tief getroffen durch diesen Verlust – Trauer und Schmerz überwältigten uns. Es war aber mehr als nur das: wir hatten uns daran gewöhnt, mit einem Mops zu leben – wer das kennt, weiß, dass man dann einfach nicht mehr ohne dieses bezaubernde Wesen sein möchte.

Der Gedanke an einen neuen Mops war also schnell geboren – und wir wünschten uns einen erwachsenen Hund. Nochmal eine Mops-Welpenphase war damals einfach nicht passend (Fine durfte ja nicht mal richtig erwachsen werden). Im Internet fand ich Notmops.de und dort gab es ein Foto von Mandy – irgendwie sprang gleich der Funke über. Ich telefonierte mit Frau Becker und es hieß, dass es schon Interessenten für Mandy gäbe – schade!!! Aber nach 2 Tagen rief Frau Becker wieder an und sagte, dass die Interessenten es sich anders überlegt hätten, wir könnten Mandy besuchen! Sofort vereinbarten wir mit der Vorbesitzerin einen Termin, fuhren ganz aufgeregt über 300 km Autobahn. Mandy und ihre Vorbesitzerin erwarteten uns vor dem Haus, Janine und ich sahen uns an und wussten: das ist sie, das ist unser Hund!

Mandy lebte mit 2 Geschwistern und ihren Eltern in einem liebevollen Haushalt, aber die Familie musste umziehen und in dem neuen Heim war maximal ein Hund geduldet. So kam es, dass die Vorbesitzerin sich schweren Herzens von 4 Hunden trennen musste.

Nun, auf den ersten Blick war Mandy nicht gerade ein Traumhund: 8 Jahre alt, bereits leicht ergraut, mehrere große Warzen, schlechte Zähne und vor allem stark übergewichtig, so dass sie auch nur recht behäbig unterwegs war. Aber es war Liebe auf den ersten Blick – es gab überhaupt keine Zweifel: wir wollten Mandy haben! Da ich Tierheilpraktikerin bin, war ich mir auch sicher, für Mandys Gesundheit einiges positives bewirken zu können. Wir wurden uns mit der Vorbesitzerin rasch einig, es folgte der schwere Abschied und schon waren wir mit Mandy unterwegs nach Hause.

Drago, unser Schäferhund und Yvonne, meine andere Tochter, schlossen Mandy ebenso schnell ins Herz wie wir. Das Zusammenleben war vom ersten Moment an harmonisch. Nach der Eingewöhnungszeit ließ ich Mandy’s Gebiss pflegen und als kleine „Schönheits-OP“ die Warzen entfernen. Die Ernährung stellte ich um auf „BARF“ und nach und nach hat Mandy ihr Idealgewicht erreicht. Sie ist richtig flott geworden und liebt ihre Spaziergänge.

Letztes Jahr begleitete Mandy uns im Urlaub mit dem Wohnmobil an den Lago Maggiore. Seit dem wissen wir, dass sie schwimmen kann! Für Ausflüge haben wir ihr einen Hundebuggy gekauft. Mandy genießt sichtlich die Aufmerksamkeit ("guck mal, in dem Buggy sitzt ein Hund!!!") und fühlt sich so in Menschenmengen beschützt.

Mandy ist sehr anhänglich. Sie schläft bei Janine im Zimmer und wenn Janine nicht da ist, weicht sie mir nicht von der Seite. Mit Drago versteht sie sich auch gut – schwer zu sagen, wer von beiden der Boss ist – ist es Mandy, oder ist Drago lediglich ein Gentleman, der ihr gerne den Vortritt lässt?

Auf jeden Fall ist Mandy eine große Bereicherung in unserem Leben. Wir sind dankbar dafür, mit diesem wundervollen Hund leben zu dürfen und hoffen noch auf viele gemeinsame Jahre.

S. Traber [17.02.2008]


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