Notmops

Willi

Am 26.9.06 erhielt ich mittags einen Anruf von einer ziemlich verzweifelten Dame.
Sie musste aus gesundheitlichen Gründen einen ihrer Möpse abgeben. Ihre Entscheidung war zu Ungunsten des 8 Monate alten Willi gefallen. Die Vermittlung sollte so schnell wie möglich von statten gehen, damit es für die Frau nicht so schwer werden würde.

Wie das Schicksal manchmal so spielt hatte ich kurz vor diesem Anruf mit einer jungen Frau aus Dortmund telefoniert, die gern ein Möpschen bei sich aufnehmen würde. Viel Zeit und Platz waren vorhanden, auch war es ihr egal, wie alt, ob krank oder behindert, sie würde jedes Möpschen aufnehmen. Ich vermerkte dies alles und entschied mich dann, nach dem Anruf von Willi's Frauchen, relativ schnell für diese Bewerberin.

Sie war völlig aus dem Häuschen, als ich sie bereits 1 Stunde nach unserem ersten Telefonat zurück rief. Sie konnte es kaum glauben und war total aufgeregt. Wir verabredeten uns dann für Freitag Nachmittag und wollten uns dann in der Nähe von Hildesheim treffen. Natürlich war sie viel zu früh da, aber das war ihr egal.

Willi entpuppte sich als fröhlicher, fitter junger Mops, dem noch allerhand Flausen durch den Kopf spukten. Nachdem wir nun alle Formalitäten erledigt hatten, Fragen beantwortet waren und der Abschied vom alten Frauchen hinter uns gebracht war, fuhr eine glückliche frische Mopsmama mit ihrem Willi Richtung neuer Heimat.
Ich war mir sicher, das neue Frauchen ist genau das Richtige für Willi. Ein junges, dynamisches Team mit viel Spaß am Leben.

Mittlerweile sind schon ein paar Wochen vergangen und ich habe mehrfach mit Wili's Frauchen telefoniert. Es klappt alles wunderbar, Willi hat vom ersten Abend an keinerlei Schwierigkteiten gehabt, sich schnell eingelebt und benimmt sich, als wäre er schon immer da gewesen.

Und eins steht schon heute fest: Irgendwann bekommt Willi wieder einen Kumpel.

Sabine Peppersack [21.10.06]


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